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Pressemitteilung: Stadtgesellschaft Saarbrücken rassismus- und diskriminierungskritisch neu denken!

Von 20. November 2020 Keine Kommentare

Eine Stadt im Dialog – Einladung zur Diskussion
Stadtgesellschaft Saarbrücken rassismus- und diskriminierungskritisch neu denken!

Am 26.11.2020 zwischen 17:00 und 20:00 Uhr laden Haus Afrika e.V.-Verband interkulturell aktiver Organisationen und der Bundesverband Netzwerke von Migrantenorganisationen e. V. (NeMO) zum digitalen Bürger*innenDialog ein.

Die Messerattacke gegen einen Studierenden aus Gabun am 06.06.2020 in Saarbrücken hat Rassismus und rassistische Gewalt wieder verstärkt in das öffentliche Bewusstsein in der Landeshauptstadt gerückt. Der Anschlag wurde durch Politik, Verwaltung und Akteur*innen der Zivilgesellschaft verurteilt.

Ein Blick auf die Erfahrungsberichte von Migrant*innenorganisationen zu Rassismuserfahrungen oder die aktuellen Entwicklungen rund um COVID-19, die immer wieder zur Stigmatisierung von bestimmten Gruppen führen, verraten jedoch, dass rassistische Diskriminierung hierzulande kein Einzelphänomen, sondern ein strukturelles Problem darstellt. Welche Rolle fällt den Städten und Kommunen im Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung zu?

Mit dem Eintritt in die Europäische Städtekoalition gegen Rassismus im Jahr 2009 und dem 2020 verabschiedeten Integrationskonzept Internationales Saarbrückensprach sich die Landeshauptstadt Saarbrücken öffentlich für eine gerechte, diskriminierungskritische und solidarische Gesellschaft aus. Die Europäische Städte-Koalition gegen Rassismus wurde 2004 als eine Initiative der UNESCO gegründet und verzeichnet derzeit rund 150 Mitgliedsstädte. Sie alle haben sich der Aufgabe verschrieben, jegliche Form von Rassismus und Diskriminierung auf kommunaler Ebene zu bekämpfen, auf gesellschaftliche Pluralität zu achten, Solidarität zu fördern und für Menschenrechte einzustehen.

Wie kann die Agenda der Städtekoalition gegen Rassismusnun nachhaltig von der Saarbrücker Politik und Stadtverwaltung umgesetzt werden? Inwieweit können die Aktivitäten von Migrant*innenorganisationen sowie einzelner Akteur*innen in diese Prozesse einbezogen werden? Welche Impulse können durch die Zivilbevölkerung gesetzt werden? Diese und andere Fragen möchten wir gemeinsam mit folgenden Persönlichkeiten auf dem kommenden Bürger*innenDialog online diskutieren: Ministerin Monika Bachmann, Integrationsbeauftragte der saarländischen Landesregierung (angefragt), Regionalverbandsdirektor Peter Gillo, Bürgermeisterin Barbara Meyer-Gluche, Stadtratsfraktion der Bündnis 90/Die Grünen, Veronika Kabis, Leiterin des Zuwanderungs- und Integrationsbüros,

Mohamed Maiga, Geschäftsführer des saarländischen Integrationsrates, Präsident von Ramesch e.V. (angefragt), Lamine Conté, Sprecher des Integrationsbeirates Saarbrücken, Geschäftsführer von Haus Afrika e.V.. Im Anschluss an der Podiumsdiskussion hält Karin Meißner vom Antidiskriminierungsforum Saar einen Vortrag zum Thema „Etablierung einer rassismus- und diskriminierungskritischen Stadtgesellschaft”. Die Moderation übernimmt Manuela Weichsel vom Saarländischen Rundfunk.

Die Anmeldung zur Online-Veranstaltung erfolgt per Mail an: c.morana@bv-nemo.de

Mit der Anmeldebestätigung erhalten Sie den Zugangslink zur Sitzung sowie den Programmablauf.

Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnahme und einen regen Austausch!

Pressestelle

Frau Irina Serdyuk
Tel: +49 30 568 20 303
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66121 Saarbrücken
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Lamine Conté

Autor/-in Lamine Conté

Lamine Conté ist der Geschäftsführer von Haus Afrika e.V.

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